KITSCHENBERG: Wie viel kann ein Rahmen ohne Logo aussagen?

In München legt eine familiengeführte Optikboutique den Fokus auf das, was über den ersten Eindruck hinaus Bestand hat: durchdachtes Design, edle Materialien und eine Brillenfassung, die sich unverkennbar wie Ihre eigene anfühlt.

Deckt das Logo auf einer Brille ab. Haben sie dann noch etwas zu sagen?

Es ist ein einfacher Test, der viel Aufschluss gibt. Bei KITSCHENBERG, … Die Antwort liegt in den Proportionen, der Verarbeitung und der Art und Weise, wie sich ein Rahmen an das Gesicht anschmiegt.

Stefanie und Andreas Kitschenberg haben ihren Sitz im Münchner Stadtteil Lehel und haben ihr Konzept auf schlichte Brillen und persönliche Betreuung ausgerichtet. Das Unternehmen wurde 1998 gegründet, und seine Philosophie stellt handwerkliches Können in den Mittelpunkt des Auswahlprozesses. Die Hersteller überzeugen durch ihre Materialien, ihr Fachwissen und ihre Liebe zum Detail, die im täglichen Gebrauch immer mehr an Bedeutung gewinnen. 

Eine Auswahl mit einer bestimmten Sichtweise

Lesca, Eyevan, Alf, Julius Tart, Max Pittion und Lunor gehören zu den Marken im Sortiment der Boutique. Panto-Formen, runde Silhouetten und Vintage-Anspielungen prägen eine klare ästhetische Ausrichtung. Für alle, die sich für den unabhängigen Optikfachhandel interessieren, liegt der Reiz darin, wie diese Auswahl zusammenkommt: ein Sortiment, das den Geschmack der Menschen hinter der Boutique widerspiegelt.

Die eigentliche Bewährungsprobe kommt, wenn man die Brille aufsetzt. Wie passt sich der obere Rand der Augenbraue an? Wie bequem sitzt der Nasensteg? Fühlt sich das Gestell auch nach mehreren Stunden noch angenehm an?

Es sind diese unauffälligen Eigenschaften, die ein attraktives Kleidungsstück zu etwas machen, das man jeden Tag tragen möchte.

Mehr als 60 Schritte, damit es sich mühelos anfühlt

Die KITSCHENBERG Acetat-Kollektion lässt diesen Gedanken in die eigenen Brillenfassungen der Boutique einfließen. Die vollständig in Deutschland hergestellten Modelle sind von historischen Brillen inspiriert, insbesondere von Formen aus den 1920er- bis 1940er-Jahren.

Laut KITSCHENBERG umfasst die Herstellung in der Regel mehr als 60 einzelne Arbeitsschritte, darunter manuelle Endbearbeitung und Ausrichtung. Rund 50 Farben, polierte oder matte Oberflächen sowie maßgeschneiderte Optionen bieten den Trägern die Möglichkeit, das Design ganz nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten. 

Die Kollektion aus Naturhorn verleiht ihr eine ganz eigene Note. Die Maserung jedes Materials sorgt für unverwechselbare Variationen, während sich mit der Zeit eine Patina bildet. Die Rahmen werden in deutschen Werkstätten in Handarbeit gefertigt – in einem Prozess, den KITSCHENBERG als etwa 80 Arbeitsschritte umfassend beschreibt. 

Hier wird Luxus greifbar: eine sorgfältig verarbeitete Kante, Farbtiefe, eine gelungene Proportion.

Das bringt uns zurück zum Logo-Test. Sobald der Name verschwindet, muss das Design die Aufmerksamkeit ganz aus eigener Kraft auf sich ziehen. Der Ansatz von KITSCHENBERG lädt zu einem genaueren Blick ein und belohnt jeden, der bereit ist, diesen zu werfen.

Der Rahmen hinterlässt einen Eindruck. Die Person sorgt dafür, dass er in Erinnerung bleibt.

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